Neuigkeiten und Informationen

Liebe Freunde der Odenwälder Dabbejagd,

auf diesen Seiten findet Ihr immer aktuelle Berichte und Bilder von meinen Veranstaltungen, sowie Pressemeldungen und neueste Erkenntnisse aus meiner wissenschaftlichen Forschungsarbeit, der "Dabbekunde".

Dabb Dabb - Oi joi joi!


Schlossführer im Annelsbacher Tal

Viel Spaß hatte am 3. Juli 2019 das Team aus dem Schloss Erbach bei der Dabbejagd.
Zunächst traf sich die Gruppe im Odenwald Gasthaus Dornrös`chen, um dort kulinarische Schmankerl zu genießen und sich von
den durch die Wirtin Carola Merkel kreierten "Dabbe-Aache" verführen zu lassen.

Dabbe-Aache       Kochkäs

Nach einem zünftigen "Dabbe-Kochkäse" und fröhlichem Auftakt im "Dornrös`chen" wurde das Land-Gut-Hotel und Odenwald Gasthaus als "Dabbejagd-Premiumpartner" ausgezeichnet. Das geschieht nicht alle Tage...

Premium-Partner

Es freuen sich: Dornrös`chen Wirtin Carola Merkel und der Odenwälder Dabbejäger Kay Vonderlage

Im Anschluss konnte dann der Spaß beginnen und die Gruppe aus dem Schloss Erbach zog nach Verkostung des "Dabbeblut" und "Dabbeschwanz" sowie Aufnahme der Ausrüstung am "Dabbemobil" durch das sonnige Annelsbacher Tal.
Hier wurde sehr viel Wissenswertes aus der aktuellen Forschung rund um unsere Odenwälder Sagenvögel vermittelt und die
Theorieprüfung war ein Kinderspiel für die Teilnehmer.

Teilnehmer

Sobald die Abenddämmerung begann und es langsam dunkel wurde, war auch der Waldrand und ein geeigneter Fangplatz erreicht.
Der Höhepunkt jeder Dabbejagd war gekommen und die Truppe hatte alle Hände voll zu tun, um den erhofften Jagderfolg zu erzielen.
Der Jagdwein-Konsum hielt sich an diesem Abend zwar stark in Grenzen, dennoch war im gesamten Annelsbacher Tal weithin hörbar,
dass die Jagdgesellschaft sehr viel Spaß an dem von dem professionellen Odenwälder Dabbejäger Kay Vonderlage veranstalteten Spektakel hatte.

Nicht gähnen!        Fangplatz

Gruppenfoto

DARMSTÄDTER ECHO

Kay Vonderlage lädt zum abendlichen Schabernack mit einer Kunstfigur ein

von Manfred Giebenhain, Artikel im  DARMSTÄDTER ECHO  vom 25. Mai 2019


Kay Vonderlage (Mitte) erklärt die Spielregeln der nächtlichen Suche nach einem witzigen Phantom- Federvieh. Fotos: Manfred Giebenhain


ERBACH - Was macht der Mann mit dem Tropenhelm und der Laterne da, und warum zieht er an diesem Abend in Erbach einen Bollerwagen hinter sich her? „Gestatten, Kay Vonderlage, von Beruf Dabbejäger“, stellt er sich vor, und sein Grinsen verrät, dass er es ernst meint, was den Beruf betrifft.

Für ihn gehören „Dabbejagden“ zum Odenwald wie der Äppelwoi. Apfelwein ist eines der Getränke und „Dabbeblut“ aus Wein ein weiteres, das bei einer Dabbejagd nicht fehlt. Und natürlich hat der 49 Jahre alte Dieburger sich etwas dabei gedacht, vor etwa einem Jahr zur Odenwald-Kunstfigur „Dabbejäger“ zu werden und dafür seinen Job als Banker aufzugeben. „Heute bin ich viel glücklicher, denn jetzt verkaufe ich mich und meine Idee.“

Auf „Odenwälder Dabbejagd“ geht er in Begleitung von mindestens sieben Teilnehmern. „Bei Dämmerung trifft sich die Jagdgesellschaft zum Aufnehmen der Ausrüstung und ersten Unterweisungen in Dabbekunde durch den Jäger.“ Sobald die Sonne dann verschwunden ist, zieht die Gruppe eine kurze Wegstrecke von maximal anderthalb Kilometer zum Fangplatz. „Donatus Dabb“, wie er den grünen Vogel mit dem langen gelben Schnabel nennt, ist zu erkennen an seinen großen, tapsigen Füßen. Unweigerlich hinterlassen diese Spuren. „Dabbe“ eben.

Das Jägerlatein, das Vonderlage unterwegs zum Besten gibt, ist Teil des Spaßes. Schalkhaft unterweist er seine Schüler in der richtigen Fangtechnik: „Es ist stets darauf zu achten, dass der Schlagschatten der Funzel im richtigen Winkel zum Fangsack steht. Und die Öffnung des Dabbefang-Sackes sollte die passende Größe haben, damit der Dabb nicht vorbeirennt.“ Vorfreude ist bekanntlich die größte Freude. Und mit dieser verdient Vonderlage sein Geld auf dieser humorvollen Jagd nach dem Unbekannten gehören. Darauf, sein Leben einem Fabelwesen zu widmen, hat ihn die vogelähnliche pfälzische „Elwetritsche“ gebracht. Deren Anziehungskraft hat er sich für seine Figur auch vorgenommen. Dafür hat er bereits Dabbepartner gewonnen und ein Dabbejagd-Lied geschrieben.
„Dabbefange“ ist im Odenwald nichts Neues. Bei Recherchen ist er auf eine Lektüre gestoßen, die der Erbacher Johann Mohr 1947 veröffentlicht hat. Und in dem Erbacher Ulrich Glenz hat er einen Unterstützer gefunden, der im privaten Umfeld lange Jahre die Dabbejagd betrieben hat. Zurück geht der Schabernack auf eine Geschichte, die davon erzählt, dass es einst im Odenwald üblich war, das Federvieh, das tagsüber frei auf der Wiese oder am Waldrand rumlaufen und picken durfte, bei Anbruch der Dunkelheit mit einer Funzel wieder zurück nach Hause zu locken. Als aber nach einem Unwetter sich eine Handvoll Hühner, Enten und Gänse im Wald verirrten, gründeten sie mit Elfen und Kobolden neue Familien, die Dabben.

Mann mit Tropenhelm

TERMINE „Dabbejagd“-Termine sind am Samstag, 1. Juni, um 20.30 Uhr am „Schnapshäusche“ in Breuberg-Hainstadt. Am Mittwoch, 26. Juni, ist um 21.30 Uhr Start in Höchst-Hassenroth beim SC Hassenroth (Helmut-ErbStraße 12). Die etwa zweistündige Veranstaltung findet statt, wenn mindestens sieben Personen (Einzelpreis 23,50 Euro) sich angemeldet haben. Die Anmeldung kann telefonisch (0170–22 79782), per Email (info@dabbejagd.de) sowie im Web unter www.dabbejagd.de erfolgen. (mgi)

Erfolgsfaktor: Fangtechnik

Die richtige Fangtechnik ist enorm wichtig!
Niemals sollte ein Dabbejäger die Bedeutung der angewendeten Fangtechnik unterschätzen. So ist stets darauf zu achten, dass der Schlagschatten der Funzel im richtigen Winkel zum Fangsack eingestellt wird, die Öffnung des Dabbefangsackes wiederum sollte die passende Größe haben, damit der Dabb weder vorbei rennt, noch Gelegenheit zum Wenden hat. Unbedingt ist von beherztem Gähnen des auf der Lauer liegenden Fängers abzuraten, da sonst Unfälle durch den mit hohem Tempo ankommenden Dabb quasi unvermeidlich sind.
Merke: Nur mit Zollstock ausgerüstete und gut ausgeschlafene Dabbejäger sind erfolgreich!

 

Fangtechnik